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Handwerker positioniert eine frisch geschnittene Gipskartonplatte auf dem Werkstattboden im natürlichen Tageslicht.

Wie lassen sich Durchlaufzeiten in der Trockenbaufertigung verkürzen?

Pascale Ramos ·

Durchlaufzeiten im Trockenbau entscheiden mit darüber, wie wirtschaftlich ein Betrieb fertigen kann. Je schneller Formteile und Zuschnitte montagebereit zur Verfügung stehen, desto besser lassen sich Personal, Maschinen und Baustellenabläufe planen.

Lange Durchlaufzeiten entstehen häufig durch manuelles Messen, wiederholtes Anzeichnen, Nacharbeiten und unnötige Wartezeiten. Besonders bei wiederkehrenden Formteilen liegt deshalb großes Potenzial in standardisierten Prozessen und der Vorfertigung.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie sich Durchlaufzeiten im Trockenbau verkürzen lassen, welche Arbeitsschritte besonders viel Zeit kosten und wann sich maschinelle Vorfertigung lohnt.

Was sind Durchlaufzeiten im Trockenbau?

Die Durchlaufzeit beschreibt die Zeitspanne vom Beginn der Bearbeitung bis zum montagefertigen Bauteil. Dazu gehören beispielsweise Zuschnitt, Fräsbearbeitung, Weiterverarbeitung und Qualitätskontrolle.

Je mehr einzelne Arbeitsschritte notwendig sind, desto länger dauert die Fertigung. Zusätzlich entstehen zwischen den eigentlichen Tätigkeiten häufig Wartezeiten.

Für Trockenbauunternehmen ist die Durchlaufzeit deshalb eine wichtige Kennzahl. Kürzere Fertigungszeiten ermöglichen einen höheren Durchsatz und entlasten gleichzeitig die Fachkräfte.

Das Ziel lautet jedoch nicht, einzelne Mitarbeiter schneller arbeiten zu lassen. Viel wichtiger ist die Frage: Welche Arbeitsschritte lassen sich vereinfachen, standardisieren oder ganz vermeiden?

Warum entstehen lange Durchlaufzeiten?

Ein typischer Zeitfresser ist die manuelle Bearbeitung von Gipskartonplatten. Jede Platte muss gemessen, angezeichnet, zugeschnitten und gegebenenfalls nachbearbeitet werden.

Bei einem Einzelteil fällt dieser Aufwand kaum ins Gewicht. Bei 20, 50 oder 100 gleichen Bauteilen sieht die Rechnung anders aus.

Hinzu kommen weitere Faktoren:

  • wiederholtes Messen und Anzeichnen
  • wechselnde Einstellungen und Arbeitsabläufe
  • ungenaue Zuschnitte und Nacharbeit
  • unnötige Materialbewegungen
  • Warte- und Trocknungszeiten
  • fehlende Standards für wiederkehrende Formteile

Die entscheidende Frage ist daher nicht nur, wie schnell ein einzelner Schnitt ausgeführt wird. Relevant ist der gesamte Prozess vom Plattenmaterial bis zum montagefertigen Element.

Wie lassen sich Durchlaufzeiten im Trockenbau verkürzen?

Der größte Hebel liegt häufig darin, wiederkehrende Arbeiten aus der Baustelle in eine kontrollierte Fertigungsumgebung zu verlagern.

Statt Formteile bei jeder Montage neu auszumessen und herzustellen, können sie in der Werkstatt vorbereitet werden. Dort lassen sich Arbeitsplätze, Maschinen und Materialfluss gezielt auf wiederkehrende Aufgaben ausrichten.

Besonders bei L-Formteilen, U-Formteilen, Rohrverkleidungen, Vouten oder anderen wiederkehrenden Konstruktionen kann das mehrere Arbeitsschritte einsparen.

Auf der Baustelle steht anschließend nicht mehr die Herstellung des Formteils im Mittelpunkt, sondern dessen Montage.

Vorfertigung verkürzt also nicht nur einzelne Bearbeitungsschritte. Sie verändert den gesamten Arbeitsablauf.

Zuschnitt und Fräsbearbeitung standardisieren

Ein weiterer wichtiger Hebel ist die Standardisierung.

Wer zehn identische Bauteile benötigt, sollte nicht zehnmal messen und anzeichnen müssen. Stattdessen wird das benötigte Maß einmal festgelegt und anschließend reproduzierbar gefertigt.

Stationäre Fräs- und Sägesysteme bieten dafür feste Anschläge und definierte Einstellungen. Dadurch können wiederkehrende Zuschnitte mit gleichbleibenden Maßen hergestellt werden.

Das bringt gleich mehrere Vorteile:

  • weniger Zeit für Messen und Anzeichnen
  • reproduzierbare Ergebnisse
  • weniger Fehlzuschnitte
  • geringerer Nachbearbeitungsaufwand
  • besser planbare Fertigungszeiten

Je häufiger sich ein Bauteil wiederholt, desto stärker wirkt dieser Effekt.

Warum vorgefertigte Formteile zusätzliche Arbeitsschritte sparen

Besonders interessant wird Vorfertigung, wenn nicht nur einzelne Platten zugeschnitten, sondern komplette Formteile vorbereitet werden.

Ein Beispiel ist eine einfache L-Form aus Gipskarton. Bei einer konventionellen Herstellung auf der Baustelle können mehrere Arbeitsschritte notwendig sein, bis eine saubere Ecke entsteht.

Wird das Element dagegen passend gefräst und vorgefertigt, lassen sich einzelne Montage-, Spachtel- und Nachbearbeitungsschritte reduzieren.

Das spart nicht nur Arbeitszeit. Gleichzeitig sinkt die Anzahl der Schnittstellen im Prozess.

Weniger Arbeitsschritte bedeuten in der Regel auch:

  • weniger Fehlerquellen
  • weniger Nacharbeit
  • bessere Planbarkeit
  • geringere Abhängigkeit von einzelnen Fachkräften

Genau deshalb sollte bei der Bewertung einer Maschine nicht allein die Schnittgeschwindigkeit betrachtet werden. Entscheidend ist, wie viele Arbeitsschritte der gesamte Fertigungsprozess anschließend benötigt.

Eigenfertigung schafft zusätzliche Flexibilität

Kurze Durchlaufzeiten hängen außerdem davon ab, wie schnell ein Betrieb auf Änderungen reagieren kann.

Wer Formteile ausschließlich extern bezieht, ist von Lieferzeiten und Verfügbarkeiten abhängig. Bei kurzfristigen Planänderungen kann daraus schnell ein Engpass entstehen.

Eine eigene Formteilfertigung schafft hier zusätzliche Flexibilität. Benötigte Bauteile können nach Bedarf gefertigt werden, ohne zunächst eine externe Bestellung auszulösen.

Das ist besonders bei Projekten mit kurzfristigen Änderungen oder wiederkehrenden Sondermaßen interessant.

Dabei geht es nicht darum, grundsätzlich jedes Bauteil selbst herzustellen. Entscheidend ist vielmehr, bei häufig benötigten Formteilen zu prüfen, ob die Eigenfertigung wirtschaftlicher und flexibler ist als der Zukauf.

Wann lohnt sich maschinelle Vorfertigung?

Nicht jeder Trockenbaubetrieb benötigt automatisch eine umfassende Vorfertigung. Bei einzelnen Zuschnitten und stark wechselnden Geometrien können handgeführte Werkzeuge weiterhin sinnvoll sein.

Der Nutzen maschineller Fertigung steigt jedoch deutlich, wenn:

  • regelmäßig gleiche oder ähnliche Formteile benötigt werden,
  • größere Stückzahlen verarbeitet werden,
  • viel Zeit für manuelles Messen und Zuschneiden anfällt,
  • Nacharbeiten die Montage verzögern,
  • mehrere Baustellen gleichzeitig versorgt werden,
  • eine gleichbleibende Qualität erforderlich ist.

Mit zunehmender Wiederholrate wird aus einer handwerklichen Einzelaufgabe ein Fertigungsprozess. Genau an diesem Punkt werden Standardisierung und passende Maschinentechnik wirtschaftlich interessant.

Welche Maschinentechnik passt zum Fertigungsprozess?

Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vom Einsatzbereich und vom Produktionsvolumen ab.

Mobile Fräs- und Sägesysteme eignen sich für Betriebe, die flexibel zwischen Werkstatt und Baustelle arbeiten. Sie ermöglichen präzise Zuschnitte dort, wo sie benötigt werden.

Stationäre Fräs- und Sägetische spielen ihre Vorteile bei wiederkehrenden Formteilen und höheren Stückzahlen aus. Feste Anschläge und definierte Einstellungen erleichtern die Serienfertigung.

CNC-gesteuerte Systeme sind vor allem bei komplexeren Geometrien, digitalen Fertigungsdaten und einem hohen Automatisierungsbedarf interessant. Einmal vorbereitete Bearbeitungsdaten können reproduzierbar für weitere Bauteile genutzt werden.

Die wirtschaftlichste Maschine ist deshalb nicht automatisch die mit dem höchsten Automatisierungsgrad. Sie muss zum tatsächlichen Fertigungsprozess des Betriebs passen.

Fazit: Durchlaufzeiten im Trockenbau systematisch verkürzen

Wer Durchlaufzeiten im Trockenbau verkürzen möchte, sollte zuerst den gesamten Fertigungsprozess betrachten.

Wo wird mehrfach gemessen? Welche Zuschnitte wiederholen sich? Wo entstehen Wartezeiten? Und welche Arbeiten könnten bereits vor der Baustelle erledigt werden?

Gerade bei wiederkehrenden Formteilen bietet die Vorfertigung einen wirkungsvollen Ansatz. Standardisierte Zuschnitte, reproduzierbare Maschineneinstellungen und eine strukturierte Fertigung reduzieren unnötige Arbeitsschritte und schaffen besser planbare Abläufe.

Der entscheidende Produktivitätsgewinn entsteht damit nicht dadurch, dass Mitarbeiter schneller arbeiten müssen. Er entsteht dadurch, dass weniger Arbeitsschritte für das gleiche Ergebnis erforderlich sind.

Wie flextos Ihren Trockenbaubetrieb konkret unterstützt

Seit über 17 Jahren entwickelt und produziert flextos Made in Germany Maschinenlösungen speziell für den Trockenbau und die industrielle Vorfertigung von Formteilen. Mit weltweit mehr als 2.000 Kunden zählen wir heute zu den führenden Spezialisten und Marktführern für Fräs-, Säge- und CNC-Technologie im Trockenbau. Unser Fokus liegt auf präzisen Schnitten, wirtschaftlicher Vorfertigung und effizienten Fertigungsprozessen – von der mobilen Baustellenlösung bis hin zur automatisierten CNC-Fertigung.

Mit den SUPERCUT Maschinen unterstützen wir beispielsweise Trockenbauunternehmen, Vorfertigungsbetriebe und industrielle Ausbauunternehmen weltweit dabei, ihre Produktion nachhaltig effizienter zu gestalten:

  • Präzise Zuschnitte und saubere Kanten
  • Wirtschaftliche Vorfertigung von Formteilen und Trockenbauelementen
  • Reduzierte Montagezeiten auf der Baustelle
  • Weniger Ausschuss und reproduzierbare Qualität
  • Mobile und stationäre Maschinen für Werkstatt und Baustelle
  • Nahezu staubfreies Arbeiten
  • Von der Einzelmaschine bis zur kompletten Systemlösung

Als Spezialist für Fräs- und Sägemaschinen im Trockenbau entwickeln, produzieren und vertreiben wir unsere Systeme selbst – praxisnah, anwenderorientiert und mit direktem Bezug zur täglichen Arbeit im Innenausbau.

Wenn Sie wissen möchten, welche Maschine zu Ihrem Betrieb und Ihren Anforderungen passt, beraten wir Sie gerne persönlich.

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